Ohne Wasser kein Leben

Der besondere Stoff

Wasser besteht aus den chemischen Elementen Wasserstoff und Sauerstoff. Es bedeckt unseren Planeten zu 70 Prozent. In seinen natürlich vorkommenden Aggregatzuständen modelliert es die Oberfläche unseres Planeten und gestaltet unser Wetter. Ohne Wasser gäbe es kein Leben, wie wir es kennen. Von den gigantischen Mengen an Wasser, die auf der Erde vorhanden sind, können nur 0,6 Prozent als erreichbares Trinkwasser genutzt werden. Das Vorhandensein von Trinkwasser schafft menschlichen Lebensraum und das Fehlen zerstört ihn. Wasser zu fördern und zu transportieren ist eine Aufgabe, der sich die Menschen in den unterschiedlichsten Kulturen seit tausenden von Jahren kreativ widmen.

Frühe Wasserversorgung in Bremen seit 1392

Besonders die Menschen in den größeren Siedlungen sahen sich vor die Aufgabe gestellt, die stetige Versorgung mit Wasser sicherzustellen. In Bremen fanden sich 1392 51 Kaufleute zusammen, die eine erste Wasserversorgung und -verteilung aufbauen ließen. Über ein Schöpfrad angetrieben durch die Strömung, wurde Wasser aus der Weser entnommen und über hölzerne Leitungen an 200 Häuser in der Altstadt verteilt. Die Wartung und Instandhaltung dieser Anlage war kostspielig. Nur Begüterte konnten sich diesen Luxus leisten. Es ist daher nicht verwunderlich, dass bis zum Jahr 1800 das Netz auf nur 450 Abnehmer erweitert wurde. Die übrigen Bremer mussten sich weiter aus den zahlreichen Brunnen oder der Weser selbst versorgen. Die Wasserversorgung über das Schöpfrad wurde bis 1822 in Betrieb gehalten. Die Technik stieß an ihre Grenzen, weil die Anzahl der Menschen stark anstieg und die Weser immer mehr ihre Abwässer aufnehmen musste. Das Oberflächenwasser, das in den meisten Brunnen gefördert wurde, war zunehmend eine Gesundheitsgefahr, da eine Kanalisation und Abwassertechnik noch nicht existierte.

Wasserversorgung ab 1873

Von 1871 bis 1873 wurde ein erstes zentrales Wasserwerk auf dem Werder gebaut. Ein imposanter Wasserturm erhielt in 47 m Höhe genietete Stahltanks, aus denen ein neu angelegtes Wassernetz gespeist wurde. In die „umgedrehte Kommode“ wurde in Kies- und Sandbecken gereinigtes Weserwasser mit von Dampfmaschinen angetriebenen Pumpen gefördert. Bei Fertigstellung 1873 waren an das Netz 2.000 Häuser angeschlossen, bei damals 100.000 Einwohnern. Erst im Jahr 1908 waren alle bremischen Häuser angeschlossen.

Wasserversorgung heute

Wenn Sie sich einen Überblick und Einblicke verschaffen wollen, wie die heutige Wasserversorgung in Bremen und Bremerhaven funktioniert, besuchen Sie uns.